Zum Inhalt springen
Patenhund Kurt: Ein halbblinder Miniaturbullterrier mit Beißfreude, der eine Wiese und andere Rüden erst mal kennenlernen musste.

Tierschutzhunde

Das Leben mit Hunden aus dem Tierschutz kann alles sein: Wunderbar, aufregend, entspannt, anstrengend, kuschelig, herausfordernd… Die Möglichkeiten sind so bunt wie der Regenbogen und hängen von Faktoren wie persönlicher Charakter von dir und deinem Hund, Vorerfahrungen von euch beiden, Kenntnisse auf deiner Seite, Lebensumständen vorher / nachher, Veranlagungen auf Hundeseite etc. ab.

Kostenlose Unterstützung für Menschen mit Tierschutzhunden

Es gibt ein ganz wunderbares, kostenloses Booklet, das ich euch wärmstens für das Leben mit Tierschutzhund ans Herz legen möchte:

https://auf-hundespur.com/booklet/

Auf der Seite könnt ihr euch das pdf runterladen und gern schon lesen, bevor der Hund einzieht. Da findet ihr ganz wunderbare Tipps – auch wenn ihr schon alte Hasen seid oder der Hund länger da ist.

Training mit dem Tierschutzhund

Generell wird empfohlen, dass ein Tierschutzhund erst 8 bis 10 Wochen nach seinem Einzug bei euch in die Hundeschule kommt. Je nach Hund kann das auch später sein – die Hundeschule ist für viele Hunde ein „stressiger“ Ort mit vielen sozialen Unsicherheiten und Leistungserwartung auf Menschenseite. Schaut nach vorheriger Absprache gern mal rein – aber seid nicht traurig, wenn das für euren Hund noch zu viel ist.

Bei schwierigen Fällen könnt ihr gern ein Einzeltraining mit mir buchen: Dann arbeiten wir sehr kleinteilig bei euch vor Ort.

Tipps für einen guten Start

Bedenkt bitte immer: egal, wie das Leben eures Hundes vorher war – es war sein / ihr Leben! Dort kannte „euer“ Hund sich aus, wusste wem er vertrauen konnte, wer seine Freund*innen waren, wann es Essen gab, was die Regeln waren. Dieses Leben ist mit dem Umzug zu euch zu Ende! Das heißt: Für euren Hund ist eine Welt zusammengebrochen – unabhängig davon, wie sie aussah.

Gestaltet dem Hund den Umzug so schön & einfach wie möglich. Weniger ist mehr: Lasst eurem Hund Zeit alles kennenzulernen, zu schauen, zu schnuppern, auch mal was doof zu finden oder Angst zu haben. Gestaltet die Umgebung „kleinkindfreundlich“ und „unspannend“ – dann kann weniger passieren und ihr seid entspannter. Werft auch mal bekannte Muster über Bord:

Beschützt euren Hund ohne Mitleid zu haben – aber setzt auch Regeln klar (z. B. nicht auf den Tisch steigen, kein Beißen, Pipi wird draußen gemacht, was ist eigentlich diese Leine & warum ist die so toll? etc.). Klappt das nicht gleich, bleibt (fehler)freundlich und entspannt – ein neuer Versuch kommt sicher bald, um es besser zu machen. Ihr lernt euch komplett neu kennen – verzeiht euch.

Ein neuer Wirbelwind tritt in euer Leben und wird etwas (im Zweifel liebgewonnenen) Staub aufwirbeln.

Viel Spaß beim Kennenlernen!